GRÜNE: Wohnbebauung am Stadtrand lässt natürliche Vielfalt und Erholungsraum schwinden - Lugau muss lebens- und liebenswerte Heimat bleiben

Ulrike Kahl, Kreisvorsitzende

Aufgrund der geplanten Bebauung des Ackerlandes am Pfarrwald in Lugau, die von vielen Bürgerinnen und Bürgern der Stadt wie auch von den GRÜNEN kritisch gesehen wird, hat sich Kreisrätin Ulrike Kahl mit einer entsprechenden Anfrage an den Landrat gewandt.

Die GRÜNE möchte Auskunft darüber, ob die Genehmigungsbehörde des Landkreises einem Bauantrag für die Bebauung mit ca. 18 Wohnhäusern die Zustimmung erteilen wird bzw. welche Hindernisse diesbezüglich seitens des Amtes gesehen werden. Im Regionalplan des Planungsverbandes der Region Chemnitz ist dieses Areal mit einem Regionalen Grünzug belegt. Grünzüge sind regionalplanerische Ordnungsinstrumente zur Freiraumsicherung und nicht zur Bebauung. Es sind  zusammenhängende Bereiche, die für unterschiedliche ökologische Funktionen bzw. für die Erholung gesichert werden.

"Hier soll nun einfach fruchtbares Ackerland zum Bauland erklärt werden. Tiere und Pflanzen würden ihren Lebensraum, Menschen wertvollen Erholungsraum verlieren. Die Vielfalt unserer Landschaft büßt damit ihren lebens- und liebenswerten Charakter ein", so die GRÜNE Kreisrätin.

"In einer Region, in der in dem kommenden Jahrzehnt die Bevölkerung wieder um 50.000 Einwohner schrumpfen wird, weitere Grünflächen einer Wohnbebauung zu opfern, ist nicht nachvollziehbar. Und Lugau gehört ganz gewiss nicht zu den Metropolregionen mit starkem Wachstumsdruck. Damit die Stadt vielen Bürgerinnen und Bürgern eine lebenswerte Heimat bleibt, sollte man sich von solch wachstumsgetriebenen Ideen verabschieden und die geerbte Kulturlandschaft als Schatz begreifen."

"Der ländliche Raum des Erzgebirges steht vor großen strukturellen Herausforderungen, wir müssen uns vielmehr Gedanken machen, wie Leerstand bekämpft und Innenstädte wieder lebenswert und attraktiv gemacht werden können. Vor diesem Hintergrund darf es keine Verschwendung kostbaren Ackerlandes geben."