Offener Brief an Lugauer Stadträte - Entscheidung zur Bebauung "Am Pfarrwaldblick" sollte neu überdacht werden

Ulrike Kahl, Kreisvorsitzende der Erzgebirgs-GRÜNEN

Den erzgebirgischen GRÜNEN liegt ein Offener Brief der Bürgerinitiative gegen die Bebauung des Pfarrwaldblicks an die Stadträtinnen und Stadträte der Stadt Lugau vor.

In diesem Brief appelliert die Bürgerinitiative an die gewählten Vertreter im Stadtrat, die Wohnbebauungspläne zu überdenken und sich noch einmal mit den Folgen des Umwelteingriffs auseinander zusetzen. Nach Einschätzung der BI sind die Räte nur sehr unzureichend über die Auswirkungen der Bebauung informiert. Sie hofft, dass letzendlich im Abwägungsverfahren verantwortungsvolle Entscheidungen im Sinne des Leitbildes der Stadt Lugau getroffen werden. In letzterem ist verankert, das der "Bewahrung der Umwelt große Aufmerksamkeit geschenkt wird" und "Ökologie im öffentlichen Bewusstsein eine wichtige Rolle" einnimmt.

"Wir GRÜNE können das Ansinnen der Bürgerinnen und Bürger nur bekräftigen. Wem Zweifel kommen, der möge unter anderem die Stellungnahmen des Planungsverbandes sowie der Grünen Liga Westsachsen e.V. als Träger Öffentlicher Belange zur Kenntnis nehmen, die mit großem Sachverstand eine Bebauung dort ablehnen. Wie erst kürzlich im Innenausschuss des Sächsischen Landtages erörtert, müssen wir dem Flächenfraß im Freistaat, der noch immer bei 4,3 Hektar pro Tag liegt, Einhalt gebieten. Den Kommunen kommt dabei eine zentrale Rolle zu", so Ulrike Kahl, Kreisvorsitzende der erzgebirgischen GRÜNEN.