Erzgebirgische GRÜNE freuen sich riesig über Welterbe-Titel

Wahlplakat aus dem Jahr 2009: Bereits damals forderten die GRÜNEN die Unterstützung der Welterbe-Bewerbung

Es ist geschafft! BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Erzgebirge freuen sich riesig über den Welterbe-Titel für die Montanregion Erzgebirge und gratulieren allen Kommunen, Vereinen und Initiativen, die sich dafür stark gemacht haben. „Jetzt gilt es, den Titel so zu nutzen, dass die einzigartige Vielfalt an montanhistorischen Denkmalen Gäste aus aller Welt ins Erzgebirge lockt und den sanften Tourismus belebt“, so Ulrike Kahl, Kreisrätin und Co-Vorsitzende der GRÜNEN im Erzgebirgskreis. 

„Mit dem Titel verbunden ist der Auftrag, dass wir hier vor Ort mit unseren tschechischen Partnern dasjenige stellvertretend für die Weltgemeinschaft lebendig bewahren, was sich erhalten hat“, ergänzt Uwe Kaettniß, Co-Vorsitzender und Kenner des erzgebirgischen Montanwesens.

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hatten sich auf Kreis- und Landesebene schon früh für eine Bewerbung des Erzgebirges um den Welterbe-Titel ausgesprochen und den Prozess von Beginn an begleitet und unterstützt, so u.a. im Wahlprogramm für die Kreistagswahl des neu gegründeten Erzgebirgskreises 2008. Die Forderung, dass die Staatsregierung das Projekt unterstützen soll, fand Eingang in das GRÜNE Landtagswahlprogramm 2009. Die anhaltend zögerliche Haltung der Staatsregierung wurde in einem Beschluss des Landesparteitags 2011 kritisiert, dem eine von den GRÜNEN beantragte Debatte im Sächsischen Landtag und die Initiierung einer Welterbe-Petition folgten. 

Die Initiative hatte anfangs viele Gegner, die mit Unwissenheit und Häme versuchten, das Projekt zu torpedieren. Erinnert sei nur an den CDU-Landtagsabgeordneten Alexander Krauß, der dem Welterbe-Verein „ein Begräbnis erster Klasse“ wünschte (Freie Presse vom 30. Mai 2007). Gerade vor dem Hintergrund der schwierigen Anfangsphase danken BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Erzgebirge heute all denjenigen ganz herzlich, die über Jahre hinweg an das Gelingen des Vorhabens geglaubt und hartnäckig daran gearbeitet haben, dass aus der Idee Wirklichkeit geworden ist. Stellvertretend seien hier der Freiberger Altlandrat Volker Uhlig, der ehemalige Bürgermeister von Schneeberg Frieder Stimpel und natürlich Prof. Helmuth Albrecht von der TU Bergakademie Freiberg und sein Team genannt.

Nicht wenige Mitglieder der GRÜNEN im Erzgebirge engagieren sich ehrenamtlich in Vereinen, die sich um die Denkmale kümmern und ihre Geschichte erlebbar machen. 

Der Kreisverband von Bündnis 90/DIE GRÜNEN im Erzgebirge feiert den Welterbe-Titel am 14. Juli 2019 ab 14 Uhr mit einem Sommerfest in der Bergbaulandschaft des Pöhlberges, nähe des St. Briccius-Stollens bei Königswalde.
Allen, denen auch nach Feiern zumute ist, sind herzlich eingeladen.