Friedensdemo in Annaberg-Buchholz FFF

Wir zeigten uns heute in Annaberg-Buchholz solidarisch mit der Ukraine und demonstrierten gegen den Krieg. Die Demo wurde organisiert von FFF Annaberg.

Unser Redebeitrag:

Liebe Freundinnen und Freunde des Friedens,
wir sind tief betroffen von den erschütternden Bildern und Nachrichten aus der Ukraine. Vor über einer Woche haben wir die unfassbare Nachricht vernommen: Russlands Truppen sind auf Befehl Putins in die Ukraine einmarschiert – in ein souveränes, ein europäisches Land. Während diplomatische Gespräche geführt wurden, bereitete Putin diesen Krieg vor. Wir, der Kreisverband Bündnis 90/DIE GRÜNEN im Erzgebirge, verurteilen diesen Angriff aufs Schärfste.

Wir sind heute hier zusammengekommen, um uns für Frieden einzusetzen. Wir sind hier, um gemeinsam – überparteilich und überkonfessionell gegen diese Gewalt zu protestieren und zu signalisieren, wir stehen an der Seite der Ukrainerinnen und Ukrainer. Dieses Land hat sich auf den Weg gemacht, um Teil der Europäischen Union und der NATO zu werden. Dies hat die Mehrheit der ukrainischen Abgeordneten 2019 in die Verfassung ihres Landes aufnehmen lassen. Bereits damals ging es um die Sicherheit der Bürger, den Schutz der verfassungsmäßigen Rechte und die Freiheiten der Bürger. Wir erkennen dieses Bestreben an und begrüßen die Entwicklungen des EU-Parlaments, Verhandlungen über die Aufnahme der Ukraine in die EU zu beginnen.

Wir stehen an der Seite der Ukrainerinnen und Ukrainer, die sich in diesen Tagen tapfer und entschlossen dem Einmarsch entgegenstellen. Wir sind in Gedanken bei den Hunderttausenden, die auf der Flucht sind, die sich oft nur mit einem Koffer mit dem Notwendigsten auf den Weg gemacht haben und ihre Heimat verlassen müssen. Viele gehen ins Ungewisse und wissen nicht, was sie woanders erwartet oder wann sie zurückkehren werden.
Wir stehen auch an der Seite der mutigen Bürgerrechtler in Russland, die zu Anti-Kriegs-Demonstrationen auf die Straße gehen und dabei auch Verhaftungen riskieren.

Wir können darauf vertrauen, dass unsere Bundesregierung gemeinsam mit den anderen europäischen Ländern und der NATO ihr möglichstes tut, um diesen Wahnsinn zu beenden. Mit Sanktionen, mit Verteidigungsmaßnahmen zum Schutz der Ukrainerinnen und Ukrainer und mit humanitärer Unterstützung.

Und auch wir müssen uns auf die Ankunft von Flüchtlingen, insbesondere Frauen und Kindern vorbereiten. Wir brauchen ein Willkommensprogramm in Europa, in Deutschland, in Sachsen und im Erzgebirge, um Hilfe für die Flüchtenden abgestimmt und koordiniert zu realisieren. Bereits diese Woche sind die ersten 30 Kinder hier im Erzgebirge in Hermannsdorf angekommen.
Setzen wir uns gemeinsam dafür ein, dass Frieden für alle Länder in Europa auch nach diesem Angriff wieder selbstverständlich wird. Vielen Dank!