Haribo Wilkau-Haßlau schließt

Es ist traurig und macht zornig: in den USA eröffnet Haribo ein neues Werk, schließt aber gleichzeitig das traditionsreiche Werk in Wilkau-Haßlau.

Die morgige Schließung des HARIBO-Werks in Wilkau-Haßlau ist für die Mitarbeiter*innen  sehr schmerzlich. Sie ist ein Schlag ins Gesicht, nachdem so viele Hoffnungen, vor allem durch Ministerpräsidenten Kretschmer, geweckt worden waren. Das ganze Vorgehen des Familienunternehmens in den letzten Wochen hat mit sozialer Verantwortung wenig zu tun. Managementfehler, versäumte Modernisierungen und verpasste Trends werden nun auf dem Rücken der Belegschaft ausgetragen. Dies ist nicht akzeptabel. Gewinnmaximierung darf nicht über allem stehen.

Wenn HARIBO das Werk selbst nicht mehr betreiben will, so sollte das Unternehmen dem Fortbestand des Traditionsstandortes in anderer Trägerschaft nicht im Wege stehen. Soweit bekannt, soll es mehrere Interessenten geben. In einem Brief an HARIBO fordere ich Herrn Riegel auf, die Arbeitsplätze in derselben Branche zu erhalten, um die 100-jährige Tradition fortzuführen.

Das Ziel muss sein, alle möglichen Alternativen zu prüfen und der Belegschaft eine langfristige Perspektive vor Ort zu ermöglichen. Ministerpräsident Kretschmer und Wirtschaftsminister Dulig dürfen nicht zulassen, dass sich das Unternehmen aus der Verantwortung stiehlt. Die Angestellten verdienen unsere Solidarität und Unterstützung.