Lukas Mosler ist Bundestagsdirektkandidat von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Wahlkreis 156 - Bautzen I

Lukas Mosler aus Hoyerswerda wurde auf der Wahlversammlung von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN am 7. Oktober 2020 in Kamenz zum Bundestagsdirektkandidaten im Wahlkreis 156 - Bautzen I gewählt.

Er ist 23 Jahre und als Strategischer Einkäufer in einen mittelständischen Unternehmen tätig.

E-Mail Kontakt: lukas.mosler(at)gruene-hoyerswerda.de

 

 

Hier seine Bewerbungsrede:

Liebe Freundinnen und Freunde,

geht es nach Start-Up Gründer*innen wären wir GRÜNE im Bund die stärkste politische Kraft vor der CDU/CSU. Es stimmt also nicht, wenn manche pauschal behaupten: GRÜNE und Wirtschaft das passt nicht.

In der Beschaffung von Rohstoffen gewinnt das Thema nachhaltige Lieferketten eine hohe Bedeutung.
Das Umweltmanagement nach ISO 14001, welches zunehmend von Unternehmen eingebunden und von Zulieferern eingefordert wird, spiegelt uns die Wichtigkeit des Umwelt- und Klimaschutzes in der Industrie und im Handwerk.  

Lasst uns also diesen Vertrauensvorschuss von über 30 Prozent mitnehmen und gemeinsam mit Unternehmer*innen in den Austausch kommen, um eine Strategie für unsere Region zu erarbeiten.
Mich motiviert die Herausforderung mit vielen Unternehmen aus dem Landkreis die Zukunft in Richtung Nachhaltigkeit zu gestalten.
Innovative Unternehmen werden und können zur Imagepflege unserer Region der Lausitz beitragen und eine Perspektive für den anstehenden und viel zu späten Kohleausstieg bilden. Mein Ziel ist es gemeinsam mit euch und anderen politischen Kräften, Interessensgemeinschaften und Kommunalpolitiker*innen vor Ort, Unternehmen mit Perspektive bei uns anzusiedeln.  Dabei denke ich auch an finanzielle Perspektiven für die Arbeitnehmer*innen.

Vor gut zwei Wochen begann ein 5-tägiger Streik der Beschäftigten, der Bautzner Feinkost GmbH. Zum Streik aufgerufen hatte die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten. Für die gleiche Arbeit weniger Entgelt zu bekommen, als Kolleg*innen an anderen Standorten finde ich absolut ungerecht. Für alle Unternehmer*innen im Landkreis Bautzen und die, die sich ansiedeln wollen, sei gesagt: unser Landkreis soll kein Paradies für Lohndumping mehr sein. Auch im Hinblick auf die Entgeltunterschiede zwischen Frauen und Männern.

Nur so sehe ich die Chance auch neue Ausbildungs- und duale Studiengänge im Landkreis Bautzen zu etablieren. Dieses Thema liegt mir wirklich sehr am Herzen. Natürlich auch deshalb, weil ich selbst aus guten Gründen hier geblieben bin.
Für Ausbildung und Studium im dualen System spielen allerdings nicht nur die Unternehmen vor Ort für die Menschen eine große Rolle. Auch der Standort der Berufsschulen, Universitäten oder Hochschulen ist ein entscheidendes Kriterium. Wir haben in der Lausitz eine gute Bildungsinfrastruktur - ich denke beispielsweise an das BSZ in Hoyerswerda, Forst oder die BTU Cottbus-Senftenberg bzw. die TU Dresden. Diese gilt es zu erhalten und gegebenenfalls auszubauen.

Nur so kann es uns gelingen, junge Menschen vom Hierbleiben und- im nächsten Schritt-sogar vom Herkommen zu überzeugen; sei es nach dem Haupt- oder Oberschulabschluss oder nach dem Abitur.

Ein weiteres, für mich sehr wichtiges Thema, ist der Bereich Mobilität.

Um Menschen hier zu halten oder gar Zuzug zu generieren, muss auch der ÖPNV im Zeichen des Klima- und Umweltschutzes vorangetrieben werden. Es müssen attraktive Bahnverbindungen nach Berlin, Leipzig, Dresden und Cottbus geschaffen werden. Die Fahrpläne der Stadt- und Regionalbusse müssen an die Ankunfts- und Abfahrtszeiten der Bahn angepasst werden. Für ältere Menschen und Menschen mit Handicap ist es ungemein wichtig einen barrierefreien Zugang zum ÖPNV zu gewährleisten. Gerade die Situation an einigen Bahnhöfen ist desaströs. Ebenfalls müssen PlusBus-Linien entstehen, die auch den Namen PlusBus-Linie verdient haben.
Neben dem obersten Ziel, für alle Menschen eine Anbindung ans ÖPNV-Netz zu schaffen, ist auch die Fahrzeit eine relevantes Instrument: Wir können einen kostengünstigen, flächendeckenden ÖPNV nur realisieren, wenn er auch hinsichtlich der Fahrzeiten konkurrenzfähig ist: denn nur dann werden auch in relevanter Zahl Menschen vom Auto auf Bus und Bahn umsteigen.

In Berlin setze ich mich deshalb fraktionsübergreifend für eine bessere Vernetzung der Bundestagsabgeordneten aus ländlichen Wahlkreisen ein. Das Thema attraktive Infrastruktur spielt nicht nur in unserem Landkreis eine tragende Rolle.


Liebe Freundinnen und Freunde,

zum Abschluss noch Folgendes:

Mir ist bewusst: Der Landkreis Bautzen kann diese Aufgaben nicht alleine lösen, aber wir können unseren Teil zur Lösungsfindung beitragen. Deshalb ist es wichtig gemeinsam mit den Landkreisen Oberspreewald-Lausitz, Spree-Neiße und der Stadt Cottbus auf brandenburgischer Seite und dem Landkreis Görlitz auf sächsischer Seite in Kooperation mit Dresden, Potsdam und vor allem Berlin den Strukturwandel voranzutreiben. Wir BÜNDNISGRÜNE sind bekennende Europäer*innen - lasst uns diese Themen also auch gemeinsam mit unseren Nachbarn in der Tschechischen Republik und Polen angehen.  Lasst uns keine Zeit verlieren und gemeinsam die Themen anpacken.

Vielen Dank!