Bergbauvorhaben im Pöhlaer Luchsbachtal - Unternehmen muss aufgrund der eingegangenen Stellungnahmen und Einwände nachbessern

Pressemitteilung vom 25.02.2021

Wie einer Antwort des sächsichen Wirtschaftsministerium auf eine Anfrage des GRÜNEN Landtagsabgeordneten Dr. Daniel Gerber zu entnehmen war,  wurden im Beteiligungsverfahren nach Auslegung des Rahmenbetriebsplans der Firma SME, die in Pöhla wieder Bergbau betreiben will, im vergangenen Jahr insgesamt 10 Stellungnahmen von Behörden, 7 Stellungnahmen von Trägern öffentlicher Belange, 10 Stellungnahmen von Naturschutzverbänden sowie 2 Stellungnahmen von Kommunen abgegeben. Darüber hinaus machten 85 private Bürgerinnen und Bürger mit entsprechenden Einwendungen ihre Haltung zum geplanten Bergbauvorhaben im Pöhlauer Luchsbachtal geltend.
 Laut Aussage des SMWA bezogen sich die Stellungnahmen und Einwendungen vor allem auf den beabsichtigten Eingriff in Natur und Landschaft, die Verkehrsbelastungen der öffentlichen Straßen sowie die mit dem Vorhaben vermutete radiologische Belastung der Umwelt. Zudem wurden Belange des Immissionsschutzes, des Bau - , Wald- und Wasserrechtes, des Artenschutzes sowie der Umweltverträglichkeitsprüfung thematisiert.
Daher sah sich das Unternehmen veranlasst,  entsprechende Überarbeitungen im Rahmenbetriebsplan vorzunehmen. Die beim Oberbergamt eingereichten Änderungen bzw. Ergänzungen werden derzeit einem erneuten Prüfungsprozess unterzogen. Anschließend werden die Unterlagen nochmals den Trägern öffentlicher Belange sowie den Naturschutzverbänden vorgelegt.

 "Dass das Unternehmen die ursprünglichen Pläne überarbeiten musste, zeigt auf, dass wichtige Belange offensichtlich zu wenig Berücksichtigung fanden und sich das Einbringen im Beteiligungsverfahren gelohnt hat", so der bergbaulpolitische Sprecher der GRÜNEN im Landtag.