Spitzgrundwäldchen: Offener Brief an Dr. Rößler

Nachdem Dr. Matthias Rößler im Landtagswahlkampf versprochen hat, sich für den Erhalt des Spitzgrundwäldchens einzusetzten hat die Bürgerinitiative im Spitzgrund zusammen mit engagierten Stadträten von Grünen und der Coswiger Bürgerliste einen offenen Brief verfasst.

Das Dokument kann hier heruntergeladen werden.

Der Inhalt des Briefes lautet wie folgt:

Sehr geehrter Herr Landtagspräsident Dr. Rössler,

als erstes gratulieren wir Ihnen ganz herzlich zu Ihrer Wiederwahl.

Ihr Einsatz für das Spitzgrundwäldchen ist für uns von unschätzbarem Wert. Herzlichen Dank noch einmal dafür!

Wir bedanken uns auch sehr für das angenehme Gespräch am Samstag, den 31.08.2019, und Ihr offenes Ohr.

 

Wir möchte noch einmal kurz den Stand der Dinge und unser gemeinsames Ziel zusammenfassen:

Unser erklärtes Ziel ist der dauerhafte Erhalt dieses besonderen Waldkörpers in seinem jetzigen naturgewachsenen Zustand auch für künftige Generationen. Die Bedeutung für Klima und Artenschutz wurde mehrfach publiziert.

Ihre Idee mit dem Lehrpfad ist wunderbar. Denn dieser Wald ist bestens als Lehrstandort geeignet, um große, politisch gewollte und angestoßene Bildungsthemen wie nachhaltige Entwicklung, Biodiversität und effektiven, wissenschaftlich begleiteten Naturschutz zu vermitteln. Naturerfahrungen und gemeinsame Diskussionen über natur- und umweltethische Fragen können sich anschließen. Es ist so viel Potential da.

 

Der nächste Schritt ist die Festschreibung dieser Fläche als Waldfläche, dies wird im Stadtrat hoffentlich so erfolgen.

Aber damit ist der Wald der Durchforstung ausgeliefert und nicht gegen Kahlschlag oder durch übertriebene "Verkehrssicherungspflicht" mit folgender Aufforstung in Monokultur gefeit! Unser dichter Naturwald, den es so im großen Forst Friedewald nicht mehr gibt, wäre damit zunichte. Das möchten wir mit unserem Einsatz für diese Fläche auf jeden Fall vermeiden.

Der Eigentümer der Fläche, die WBV Wohnbau und Verwaltungs- GmbH Coswig ist mit ihrem Eigentum an der Fläche nicht glücklich, das hat Frau Pia Engel bestätigt.

Eine wunderbare Lösung zum Nutzen Aller ist der Kauf der Fläche von einer Organisation, die sich für den Naturschutz einsetzt. Diese kann auch fachlich korrekt mit dem wertvollen Natur-Erbe umgehen und es erlebbar für Alle gestalten.

Hier käme der Verein Naturbewahrung Dresden oder auch der Landesverein Sächsischer Heimatschutz e.V. in Frage wie Sie bereits am Samstag vorschlugen. Damit wäre der Wald in besten Händen und erhält Bestand in seiner besonderen Form.

 

 

Bitte setzen Sie sich, gemeinsam mit OB Frank Neupold, Frau Pia Engel als Geschäftsführerin der WBV, Professor Dr. Andreas Roloff vom Institut für Forstbotanik der TU Dresden als exzellenten Fachmann, dafür ein, das dieser Wald Naturwald bleibt.

 

Herzlichen Dank und mit freundlichen Grüßen

 

Das Dokument kann hier heruntergeladen werden.