Vor Plänen der Kultusministerkonferenz: Mittelsächsische Grüne fordern kreative Lösungen für Kita- und Schulkinder

Aufgrund des dynamischen Infektionsgeschehens beim Corona-Virus ist aktuell nicht absehbar, wann zu einem regulären Kita- und Schulbetrieb zurückgekehrt werden kann. Das lange Versäumnis, die Übertragbarkeit des Virus durch Kinder anhand von Studien in den Blick zu nehmen, wird nun zwar langsam aufgeholt. Bis es dazu verlässliche Ergebnisse gibt, ist jedoch größte Vorsicht geboten. Vor allem in Hinblick auf die leider wieder steigenden Infektionszahlen. Umso wichtiger ist es, nach neuen, unkonventionellen und kreativen Lösungen zu suchen. Lösungen, die zum Wohle der Kinder sind und gleichzeitig das Infektionsgeschehen im Blick behalten. 

 

Anlässlich der Beschlussfassung der Kultusministerkonferenz bis zum Mittwoch, 29. April, fordern die mittelsächsischen Grünen nun kreative Lösungen für Kita- und Schulkinder. Hierzu haben die Grünen auf Bundes- und Landesebene gemeinsam verschiedene Vorschläge gemacht.

Claudia Weber, Kreisvorsitzende der mittelsächsischen Grünen erklärt dazu: „Ich wünsche mir, dass niemandem Lösungen übergestülpt werden. Wichtig ist, dass alle Betroffenen mit etwaigen Lösungsmöglichkeiten zufrieden sind. Dafür braucht es vor allem den Dialog. Was wünschen sich Eltern, Schüler und Lehrer und Kita-Personal? Vielen würde es helfen, wenn mit der nächsten Rechtsverordnung kleine Betreuungsgruppen legalisiert werden. Dann könnten sich Familien zusammenschließen und so etwas Entlastung finden. Gerade hier in Mittelsachsen mit den vielen kleinen Dörfern gäbe es außerdem die Möglichkeit, kleine feste Lerngruppen einzurichten. Wir haben Bürgerhäuser, Vereinsräume und manchmal Dorfbibliotheken, die genutzt werden könnten. Selbst eine Lerngruppe im Freien ist denkbar. Jede Lösung ist besser als die aktuelle Situation. Für Kinder, die zur Risikogruppe zählen, muss echter Fernunterricht eingerichtet werden, da sie eventuell noch lange auf den Schulbesuch verzichten müssen. Je nach Infektionsgeschehen können auch die Sommerferien für interessante Freizeitangebote in festen Kleingruppen genutzt werden. Das Papier der bildungspolitischen Sprecher aus Bund und Ländern erhält dazu mehrere sinnvolle Vorschläge, zum Beispiel Sprach- und Kunstkurse, Sportangebote, Musikworkshops und andere.“

„Ich bin erleichtert, dass die Kinder nun stärker in den Fokus genommen werden. Um Lösungen zu finden, müssen sich alle an einen virtuellen Tisch setzen. Unsere Kinder haben viel zu verlieren. Es kann sein, dass wir noch sehr lange improvisieren müssen. Daher müssen Schulträger, Schulleitung, Lehrer Kita-Personal, Eltern und „das ganze Dorf“ alle gemeinsam zum Wohle der Kinder agieren. Dabei darf sich aber auch niemand selbst und seine Gesundheit aus dem Blick verlieren. Das wird ein Balanceakt, den wir nur gemeinsam meistern können.“

 

 

Weiterführende Informationen:

 

Bund-Länder-Papier: „Impulspapier zum Umgang mit Corona-bedingten Schul- und Kitaschließungen“: 

https://www.gruene.de/artikel/impulspapier-zum-umgang-mit-corona-bedingten-schul-und-kitaschliessungen

 

Länder-Papier: „Eltern und Kinder in der Krise entlasten“: 

https://gruene-sachsen.de/aktuell/pressemitteilungen/?tx_xblog_pi1%5BshowUid%5D=2703&tx_xblog_pi1%5Baction%5D=single&tx_xblog_pi1%5Bcontroller%5D=Main&tx_xblog_pi1%5Bplugin%5D=7730&cHash=83eebc1c005c0f4e22aca9ae7fb7986c

 

Vollständiges Länder-Papier: 

https://gruene-sachsen.de/fileadmin/media/dokumente/diskussionspapier_eltern_und_kinder_entlasten.pdf